SPort - Kann Man zu Viel machen?

Dr. Flora Colledge - Sportwissenschaftlerin

Bewegungssucht

"Bewegungssucht" ist bisher nicht als Krankheit oder psychische Diagnose anerkannt. In den letzten fünfzig Jahren konnten Wissenschaftler allerdings mehrere Fälle dokumentieren, in welchen Personen anscheinend exzessiv Sport trieben. Diese Personen vernachlässigten Freunde und Familie, trieben trotz Krankheit und schweren Verletzungen weiterhin Sport, und konnten ihr Pensum nicht reduzieren. Wurden sie zu einer Pause gezwungen, spürten Sie starke Entzugssymptome wie Schuldgefühle, Angstzustände, Depression.

 

Sind solche Personen bewegungssüchtig? Unterscheiden sich Verhaltenssüchte wie Bewegungssucht von substanzgebundenen Süchten? Unsere Forschungsgruppe hat als Ziel, diese Fragen zu beantworten.

 

Bin Ich Gefärhdet?

Beantworten Sie die untenstehenden Fragen, um eine Einschätzung Ihrer Bewegunssuchtgefährderung zu bekommen.

1. Ich treibe Sport, obwohl ich immer wieder unter sportbezogenen körperlichen Beschwerden leide.

2. Es gelingt mir nicht, die Dauer meiner sportlichen Aktivitäten zu verkürzen.

3. Ich denke an Sport, wenn ich mich eigentlich auf die Schule/Arbeit konzentrieren sollte.

4. Wenn ich mich nicht sportlich betätigen kann (z. B. während einer langen Reise) fühle ich mich extrem gereizt.

5. Meine sportlichen Aktivitäten haben bereits für Streit mit Freunden und/oder der Familie gesorgt.

6. Müsste ich eine Sporteinheit verkürzen oder wegfallen lassen, hätte ich ein schlechtes Gewissen.

7. Manchmal verheimliche ich den Umfang/die Dauer meiner sportlichen Aktivitäten.

 
Dr. Flora Colledge

Sportwissenschaftlerin

Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit

Universität Basel

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